Ab August 2026 gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-generierte Inhalte. Die gute Nachricht vorweg: Für die meisten Schuhhändler ändert sich im Alltag weniger, als die aktuelle Diskussion vermuten lässt. Ziel der neuen Regelung ist vor allem, für Verbraucher nachvollziehbar zu machen, ob ein Bild ein echtes Foto oder eine KI-Erstellung ist.
Wenn Ihr selbst KI-Bilder erstellt
Viele Händler nutzen inzwischen KI-Bilder für Social-Media-Posts, Newsletter oder Werbemotive. Werden dabei Bilder erzeugt, die wie echte Fotos wirken und reale Personen, Produkte oder Situationen zeigen, kann künftig eine Kennzeichnung erforderlich sein. Ein kurzer Hinweis wie „KI-generiert“ oder „AI generated“ reicht in vielen Fällen bereits aus.
Wichtig dabei: Nicht jede KI-Unterstützung führt automatisch zu einer Kennzeichnungspflicht. Die Regelungen zielen vor allem auf Inhalte ab, die für Betrachter wie reale Aufnahmen wirken könnten.
Was gilt für Bilder von Lieferanten?
Auch viele Marken setzen mittlerweile auf KI-generierte Produkt- und Kampagnenbilder. Deshalb lohnt es sich künftig, bei Bildmaterial von Lieferanten etwas genauer hinzuschauen. Werden KI-generierte Bilder bereitgestellt, sollten entsprechende Informationen oder Kennzeichnungen möglichst mitgeliefert werden. Diese Angaben und Hinweise wie „KI generiert“ sollten dann bei der Einbindung der Bilder übernommen werden)
Die Branche bereitet sich bereits darauf vor: Plattformen und Marken arbeiten zunehmend daran, Informationen über KI-generierte Bilder direkt mit den Bilddaten bereitzustellen.
Unsere Empfehlung
- Eigene KI-Bilder prüfen und bei Bedarf mit „KI generiert“ kennzeichnen.
- Bei Lieferantenbildern im Zweifel nachfragen, ob KI eingesetzt wurde.
- Hinweise und Bildinformationen der Marken übernehmen
- Im Zweifel lieber transparent kennzeichnen als diskutieren.
Fazit
Die neue Regelung ist kein Grund, auf KI zu verzichten. Im Gegenteil: KI wird auch künftig ein wichtiges Werkzeug für Marketing und Kommunikation bleiben. Für Händler geht es vor allem darum, Transparenz zu schaffen und bei eigenen sowie gelieferten KI-Inhalten aufmerksam zu sein. Wer offen mit dem Einsatz von KI umgeht, schafft Vertrauen und ist rechtlich auf der sicheren Seite.