Kongress schuhbusiness*: Über dieses SABU-Thema diskutiert die Branche

Stephan Krug mit brisantem Thema auf der Bühne

Letzte Woche traf sich die Schuhbranche in Darmstadt zum Kongress Schuhbusiness* von Schuhkurier.  Händler und Industrie kamen zusammen, um den Weg in die Zukunft zu ebnen. Während die wichtigsten Themen – von Künstlicher Intelligenz bis Social Media, von Trends aus dem Modehandel bis zur Wareneinsteuerung – kontrovers diskutiert wurden, lag spürbare Aufbruchsstimmung in der Luft.

Stephan Krug, Geschäftsführer von SABU, brachte eines der wohl brisantesten Themen mit: Wareneinsteuerung – ein Dauerbrenner, der nicht nur den Handel, sondern auch die Prozesse der Lieferanten auf den Prüfstand stellt. Denn die Frage, wann und wie Ware gesteuert wird, entscheidet über Rohertrag, Liquidität und Umsatz – und ist keineswegs allein vom Willen des Handels abhängig.

Mit klaren Worten forderte Krug: „Diese Herausforderungen muss niemand allein bewältigen. Es ist Zeit, dass die Branche gemeinsam neue Wege findet.“ Um den Handlungsdruck zu verdeutlichen, verwies er auf eine aktuelle Studie von SABU und Hachmeister + Partner, die eindrücklich zeigt: Ein Umdenken ist dringend notwendig.

Insbesondere im ersten Quartal läuft vieles komplett falsch. In diesem Zeitraum passieren viele Ineffizienzen, zu viel der Ware ist von Anfang an in Umlauf.
Stephan Krug
SABU-Geschäftsführer

Stephan Krugs Botschaft auf dem Schuhbusiness*-Kongress

Kompakt zusammengefasst

  • Branche muss gemeinsam neue Wege zur optimal getimten Wareneinsteuerung finden 
  • Wachstum bleibt in den nächsten Jahren gering, während Kosten um über 20 % gestiegen sind. Investitionen in Läden und Inszenierung erfordern dabei eigentlich höhere Erträge.
  • SABU-Studie empfiehlt für die Mehrheit der Händler einen kundenorientierten Einsteuerungskalender, um bessere Abverkäufe und weniger Abschriften zu erzielen. Ausnahmen sind möglich, aber der Fokus liegt auf Differenzierung.

Zwei konkrete Beispiele:

  • Beispiel Sandaletten: Die Ware steht zu früh im Regal, empfohlen wird eine gestaffelte Einsteuerung (März 25 %, April 50 %, Mai 25 %), da der Abverkauf hauptsächlich zwischen Mai und August erfolgt.
  • Beim Sneaker: Die Ware bleibt zu lange auf der Fläche. Empfohlen werden Nachlieferprogramme und modische Impulse, statt langfristiger Platzierung.

Und allgemein?

  • Allgemein gilt laut der Studie: Die Saison muss nach hinten verschoben werden und die Einsteuerung stärker am Absatz orientiert sein.
  • NOS (Never Out of Stock) sollte mehr genutzt werden, aber nicht ausschließlich auf Basissortimente setzen.
  • Lieferanten können nicht immer punktgenau liefern, saisonunabhängige Artikelnummern und flexible Orderphasen (z. B. bei Tamaris) helfen, den richtigen Zeitpunkt zu finden.
  • Der Modehandel ist bereits optimiert, die Schuhbranche muss beim Einkauf flexibler werden und häufiger sowie gezielter ordern, statt alles auf zwei Termine zu konzentrieren.

Was der Handel noch aus der Studie lernen kann
und wo die Branche gemeinsam anpacken sollte

SABU-Webinar am 28. April ab 18:30 Uhr

TIMING IST ALLES
konkrete Handlungsempfehlungen für den Handel

JETZT VORMERKEN

SABU-Modereport

Trends & Abverkäufe

Melden Sie sich jetzt an: 30. Juli um 18.00 Uhr